Korporierte Genossen

Seit Gründung der SPD gab es zu allen Zeiten zahlreiche korporierte Genossen, berühmte und weniger berühmte, und auch korporierte Genossinnen. Stellvertretend wollen wir an dieser Stelle an einige bereits verstorbene korporierte Sozialdemokraten erinnern: an ihr Leben und Wirken - und an den Umstand, dass es für sie kein Widerspruch war, sich zugleich für ihre Verbindung und für die SPD zu engagieren.

Burschenschafter Ferdinand Tönnies (1855-1936)

Im Sommersemester 1872 ging er zunächst nach Straßburg, war jedoch vom dortigen Studentenleben abgeschreckt und wechselte einige Wochen später nach Jena. Hier meldete sich bei der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller aktiv, in welcher er Fux wurde, wie bereits einige nähere und entferntere Verwandte in den Jahren zuvor. Er beschäftigte sich mit lateinischer Grammatik sowie Geschichtsphilosophie und frönte dem Verbindungsleben.

Genossinnen und Genossen einig gegen Pläne der Deutschen Burschenschaft

Pressemitteilung des Lassalle-Kreises

Genossinnen und Genossen einig gegen Pläne der Deutschen Burschenschaft

Berlin, 17.06.2011
Der Lassalle-Kreis, ein Zusammenschluss sozialdemokratischer Verbindungsstudentinnen und -studenten, verurteilt die Debatte der Deutschen Burschenschaft scharf, nur solche Mitglieder aufzunehmen, deren beide Eltern familiäre Wurzeln haben, die „schwerpunktmäßig im deutschen Siedlungsgebiet der Mitte Europas“ liegen.

Corpsstudent Wilhelm Liebknecht (1826-1900)

Als Sprössling einer Bürgerfamilie war Wilhelm Liebknecht das vergönnt, was breiten Bevölkerungsteilen erst Jahrzehnte später zuteilwerden sollte: eine höhere Bildung. Sein Studium – evangelische Theologie, Philologie und Philosophie – begann er in seiner Heimatstadt Gießen, später folgten Episoden in Marburg und Berlin. 1846 wurde er Mitglied des Corps Rhenania Gießen, ein Jahr später auch des Corps Hasso-Nassovia Marburg. Er war zudem an der Gründung des Corps Rhenania Marburg beteiligt, welches jedoch nur ein Jahr Bestand hatte.

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